Geschichte
Der Niederländer Leendert Saarloos ist der Begründer dieser Rasse und war Liebhaber des Deutschen Schäferhundes. Seiner Meinung nach hatte diese Rasse aber ihre naturnahen Eigenschaften zum Großteil verloren, so dass er durch die Kreuzung von Wolf und Hund eine robuste, gesunde und nicht degenerierte Hunderasse züchten wollte.
Aus diesem Grund kreuzte er die europäische Wölfin Fleur mit dem Deutschen Schäferhund Gerard van Fransenum. Die Rückkreuzungen auf den Vater verschafften ihm eine Basispopulation von Tieren mit einem Viertel Wolfsblut. Im Verlaufe der folgenden experimentellen Phase entstand unter strenger Selektion eine neue Rasse, der « europäische Wolfhund ».
Infolge vermehrter Zufuhr von Anteilen an Wolfsblut verlor sich jedoch mit der Zeit das Gebrauchserbe des Stammvaters Gerard, und es zeigte sich, dass diese Rasse als Gebrauchshund überhaupt, also auch als Blindenführhund, wenig geeignet war. Nicht als Gebrauchshund, aber als Hund mit naturnahen Eigenschaften, wurde die Rasse erst 1975, also nach Leendert Saarloos Tod, e vom Raad von Beheer anerkannt. Im Jahre 1981 erfolgte dann auch endlich die Anerkennung der Rasse durch die F.C.I..
Wesen (Charakter)
Der Saarlooswolfhund hat noch viele natürliche Eigenschaften, des Wolfes, was sein außergewöhnliches Wesen ausmacht. Er ist ein lebhafter, vor Energie strotzender Hund, der einen stolzen und unabhängigen Charakter hat.
Gegenüber seinem Halter ist er anhänglich und im höchsten Maße zuverlässig. Fremden gegenüber zeigt er sich reserviert, einigermaßen misstrauisch .
Wenn Fremde sich einem Saarlooswolfhond nähern, sollten sie einiges Verständnis für das Benehmen dieses Hundes haben, für seine Zurückhaltung und für seinen Fluchttrieb, Eigenschaften, welche er als Erbgut in sich trägt. Eine forcierte, nicht gewünschte Annäherung durch einen Fremden kann dazu führen, daβ der Fluchttrieb überwiegt. Die Behinderung dieses Triebes, z.B. durch mangelnde Bewegungsfreiheit des angeleinten Hundes, kann dazu führen, daβ sein Benehmen ängstlich erscheint.
es gibt leider einige Vorurteile, die sich hartnäckig halten, so dass ich auf dieses Thema auch noch einmal eingehen möchte.
- Wesen : Der Saarloos ist kein Wesenskrüppel, der nicht fähig ist in unserer Umwelt zu leben.
Eine gewisse Distanziertheit gegenüber fremden Menschen ist rassetypisch ( und erwünscht) und macht das Wesen des Saarloos so angenehm. - Krankheiten : Die Rasse ist keinen falls krankheitsanfälliger und hat auch nicht mehr mit genetischen Defekten zu kämpfen, als andere Rassen.